Ach Gottchen, Mesut Özil,

„Es schmerzt so sehr“ waren Deine Worte auf Twitter nach dem katastrophalen Ausscheiden der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM.
Ich hoffe doch aber für Dich, dass der anscheinend unglaubliche Schmerz nach dem Ausscheiden durch die unglaubliche Freude für den Sieg Deines Präsidenten Erdogan bei den türkischen Präsidentschaftswahlen angemessen kompensiert wurde. Das muss Dir doch bestimmt sehr viel bedeutet haben. Dir und auch Deinem türkischen Landsmann Gündogan.

Anders ist es für mich nicht zu erklären, dass man zeitlich perfekt abgestimmt unmittelbar vor der Wahl in der Türkei eine derartige Wahlkampfhilfe für Erdogan betreibt, nicht wahr? Das war doch genau Eure Intention, oder nicht? Dafür hast Du und Gündogan doch bewusst in Kauf genommen, dass die Vorbereitung der Deutschen Nationalmannschaft stark gestört und in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein egoistischeres Verhalten ist da ja kaum noch möglich.
Es war und bleibt eine hundertprozentige Wahlkampfhilfe für Erdogan, was allen „Deutsch-Türken“ noch einmal zeigen sollte: Seht her, diesen Mann müsst ihr wählen. Nichts anderes war es und aus der Nummer kommt Ihr beiden auch nicht mehr raus.
Monatelang bereitet sich eine Nationalmannschaft fokussiert, diszipliniert und abgeschottet auf das große Turnier vor und die beiden Türken Özil und Gündogan sprengen mal eben jegliche Konzentration und jeglichen Fokus. Das war ein entscheidender Dolchstoß für die eigenen Mannschaftskameraden zugunsten Eures Präsidenten Erdogan. Warum ich mich immer noch mit dem Thema beschäftige? Weil mir schlecht wird, wenn ich solche Sätze wie „es schmerzt so sehr“ von jemandem lesen muss, der sich einen Dreck um das Wohl und den Erfolg unserer Nationalmannschaft gekümmert hat.
Es war ein riesiger Fehler von Löw, Dich und Deinen Landsmann Gündogan überhaupt noch nach Russland mitzunehmen. Nun ist es zu spät. Aber Schwamm drüber.
Ich hoffe, dass ich Dich und Gündogan nie wieder in einer deutschen Nationalmannschaft visuell ertragen muss. Das wäre wirklich ein absoluter moralischer Offenbarungseid des DFB.
Abschließend möchte ich mich aber dennoch bei Dir bedanken, dass Du meine Nationalhymne niemals mitgesungen hast. Das wäre nämlich etwas gewesen, dass mich noch mehr gestört hätte. Warum? Weil es nicht Deine Hymne ist, sondern die deutsche Nationalhymne. Dein Präsident wohnt nämlich ganz woanders und zwar am Schwarzen Meer.
Auf Nimmerwiedersehen in unserem Trikot!
Tim K.

 

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