Germoney – wir sind verloren!

Liebes Bundesamt für Migration und Flüchtlinge,
In Zeiten der Zensur und der unterdrückten Meinungsfreiheit in Deutschland kann ich Ihnen leider hier nicht klar und deutlich schreiben. Dennoch versuche ich es, irgendwie mit Ironie zu kompensieren.
Erst einmal finde ich es unglaublich toll, was Sie da wieder möglich gemacht haben! Auf Staatskosten einen abgelehnten Asylbewerber aus Afghanistan mal eben wieder einzufliegen. Wow! 17 Millionen Deutsche träumen von einer Urlaubsreise und das BAMF macht so etwas möglich. Toll!

Ich möchte auch auf diesem Wege Haschmatullah F. wieder herzlich bei uns willkommen heissen.
Lieber Haschmatullah, Dein großer Wunsch war es, wieder nach Deutschland zu kommen. Nun bist Du wieder da. Trotzdem sollst Du wissen, dass dies nichts Außergewöhnliches ist, denn Niemand muss Deutschland jemals wieder verlassen, wenn er es erst einmal durch offene Grenzen ohne Papiere geschafft hat. Es wird auch Niemand jemals abgeschoben, abgesehen von den paar Hundert Alibi-Abschiebungen, die medienwirksam präsentiert werden.
Was soll man zu all dem eigentlich noch sagen? Ist es von der Meinungsfreiheit gedeckt, dass ich persönlich, diesen Staat, seine Regierung und seine gelenkten Institutionen nicht mehr ernst nehmen kann?
Unterliegt es der Zensur, dass ich diesen Vorgang nicht gut heisse?
Dürfte ich eigentlich noch sagen, dass es zig Tausende von Obdachlosen gibt, für die bei weitem nicht so ein Aufriss veranstaltet wird?
Wie dem auch sei, liebes BAMF, wie viele „Verfahrensfehler“, also bereits abgeschobene Asylbewerber, müssen jetzt noch zurückgeholt werden? Ihr habt da nämlich jetzt einen rechtskräftigen Präzedenzfall geschaffen. Also jetzt aber auch alle anderen wieder zurück holen! Das ist ja wohl das Mindeste! Haschmatullah, stylisch gekleidet, wurde auf dem Flughafen bei seiner Ankunft bereits von Reportern erwartet. Wie ein Rockstar winkte er lächelnd in die Kamera. Da geht mein Herz auf.
Einzigartig, was dieses Land immer wieder möglich macht.
Auch beim Verwaltungsgericht Sigmaringen müssten heute ja die Sektkorken geknallt haben. Dieses Gericht hatte die „Rückholaktion“ ja überhaupt erst möglich gemacht. Bravo!
Ich möchte meinen Brief, in Zeiten der Zensur, deshalb mit den folgenden Worten beenden:
Und wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein willfähriger Gehilfe daher.
Die Summe aus vielen Teilen ergibt dann das Ganze.
Und das Ganze heisst Deutschland – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!
Tim K.

 

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