Liebe Frau Schröder Köpf,

wenn man wirklich denkt es geht nicht mehr, kommt irgendwo eine Integrationsbeauftrage daher. Dieses Amt scheint wirklich für absolute Realitätsferne und freche Anmaßungen zu stehen.

Hinsichtlich der widerwärtigen Messerattacke eines 17-jährigen Syrers auf eine 24-jährige Frau, die danach mit dem Leben ringen musste, fällt Ihnen nichts besseres ein, als einen schnellen Familiennachzug zu fordern. Was ist die Steigerungsform von pietätlos, schlicht strukturiertem Denken und unverschämt? Ich würde diese Form „Schröder Köpf“ nennen.
„Wir wissen, dass Perspektiv- und Sprachlosigkeit die Aggression erhöht und zugleich die Anwesenheit von Frauen mäßigend wirkt“, sagten Sie gegenüber der Presse. Da hat die „Anwesenheit“ des 24-jährigen Opfers aber nicht gerade „mäßigend“ auf den jungen Syrer gewirkt, der zufälligerweise wieder einmal „erst“ 17 Jahre alt ist, nicht wahr?
Weiterhin betonten Sie, dass Zuwanderer statistisch betrachtet nicht aggressiver seien als Einheimische. „Aber es kommen eben vor allem junge Männer, und gerade bei Männern zwischen 13 und 35 ist das Gewaltpotenzial in allen Kulturen erhöht.“ Die täglichen Nachrichten und die polizeilichen Statistiken sprechen da aber eine absolut andere Sprache. Belügen Sie also die Bürgerinnen und Bürger? Und wenn ja, warum tun Sie das? Und ist das Gewaltpotential bei unseren jungen Männern zwischen 13 und 35 auch so immens hoch? Laufen die auch schon vermehrt mit Messern durch die Gegend?
Ich weiß so langsam nicht mehr, ob Menschen wie Sie entweder total verblendet, nicht hinreichend informiert oder einfach nur naiv sind. Jeder einzelne Punkt wäre schon vorwurfsvoll, aber alle zugleich kommen einem Realitätsoffenbarungseid gleich.
Deshalb sei es wichtig, dass Flüchtlinge nicht beschäftigungslos in großen Einrichtungen sitzen und dass der Familiennachzug umgesetzt wird, „damit sich weibliche Bezugspersonen wie Mütter und Schwestern im Lebensumfeld der Flüchtlinge befinden.“
Frau Schröder Köpf, egal wie tief man die Latte für Ahnungslosigkeit legt, es gibt trotzdem immer noch einen, oder eine, die aufrecht darunter hindurchläuft. Dieses Mal waren Sie es.
Deshalb möchte ich Ihnen noch einen guten Rat mit auf den Weg geben: Bevor Sie nächstes Mal wieder ihre Meinung zum Besten geben, spazieren Sie doch mal durch gewisse Stadtviertel und schauen sich das alles mal an. Und dann überdenken Sie vielleicht noch mal das, womit Sie letztendlich alle Opfer und zukünftigen Opfer regelrecht beleidigen.
Ich wünsche Ihnen gute Besserung.
Tim K.

 

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