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Sehr geehrter Herr Programmdirektor der ARD Volker Herres,

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unter der großen Fragestellung „Wofür zahle ich GEZ-Gebühren?“ möchte ich Sie heute zu dem Fernsehfilm „Aufbruch ins Ungewisse“ befragen, der im Rahmen eines Themenabends „Flucht aus Europa“ am 14.2.2018 in Ihrem Programm ausgestrahlt wird.
Vorab und auf die Schnelle: Ist das Comedy?
Wenn ich mir das Werbebild des Films angucke, auf dem der Hauptprotagonist mit seiner Frau und Kind dargestellt wird, muss ich im ersten Moment an „The Walking Dead“ (allerdings für Arme) denken. Beim Lesen des nachfolgenden Textes, der die Handlung des Films beschreibt, erfuhr ich dann, dass diese kleine Familie „Flüchtlinge“ darstellen soll. Mit Verlaub gesagt und ohne irgendwelche rassistischen oder vorurteilsbehafteten Äußerungen hier möglicherweise abzugeben, aber sieht der aktuelle „Flüchling“ nicht irgendwie anders aus?
Meiner Meinung nach differiert „Aufbruch ins Ungewisse“ schon weitestgehend dahin, dass die „Flüchtlinge“ heutzutage wesentlich jünger sind und zudem ohne Frau und Kind geflüchtet sind.
Ich sehe auch auf dem Bild keine saubere und modische Kleidung, geschweige denn ein modernes Smartphone. Wo und wie haben die Regisseure des Films recherchiert?
Dann musste ich lesen: „In naher Zukunft ist Europa im Chaos versunken, weil Rechtsextreme in vielen Ländern die Macht übernommen haben? Ist das Ihr Ernst? Mal ehrlich, Herr Herres, das ist wirklich ein Film für Erwachsene im Abendprogramm? Oder steckt da die „Heute-Show“ hinter? Ach nee, die kommt ja im Zweiten.
Ich möchte dennoch nachhaken. Wenn überall in Europa Rechtsextreme an die Macht gekommen sind, wer hat die alle dann gewählt? Und wieso wurden diese sogenannten „Rechtsextremen“ überhaupt erst gewählt? Berichtet „Aufbruch ins Ungewisse“ auch darüber? Das muss ja alles einen Grund gehabt haben, oder etwa nicht? Oder gab es einen Putsch von ein paar Hundert Schlichtstrukturierten mit Reichskriegsfahnen und Springerstiefeln? Fragen über Fragen, verzeihen Sie, Herr Herres.
„Aus dem demokratischen Staat, der Deutschland einmal war, ist ein totalitäres System geworden.“ Ja, das kommt ja in etwa heutzutage schon hin.
Aber dann heisst es weiter: „… das Andersdenkende, Muslime und Homosexuelle verfolgt.“ Im Ernst?
Der Anwalt Jan Schneider (Fabian Busch) will auf jeden Fall mit seiner Familie in die Südafrikanische Union fliehen, doch die Schlepper setzen ihre Passagiere in viel zu kleinen Booten vor der Küste Namibias aus. Klingt spannend. Wird es Fabian Busch in die Südafrikanische Union schaffen? Schmeißt er vorher seinen Paß weg? Wie wird er aufgenommen werden? Werden er und seine Familie eine wirtschaftliche Vollversorgung in der Südafrikanischen Union erhalten?
Weitere Fragen würden sich anschließen, sind aber der möglichen Zensur geschuldet.
Wissen Sie was, Herr Herres, ich gucke zwar so gut wie nie ARD oder ZDF, aber ich glaube, dass ich mir dieses „Meisterwerk“ vielleicht doch einmmal anschauen werde. Selbstverständlich nur aus Unterhaltungsgründen, denn ersthaft damit auseinandersetzen kann man sich nun beim besten Willen damit nicht.
In diesem Sinne einen schönen Abend! Ach ja, und dafür zahle ich allen Ernstes GEZ-Gebühren?
Tim K.
(Screenshot – ARD/Das Erste)
 

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